Katze nach Operation pflegen – 12 Tipps für eine gute Genesung

Katze nach OperationOb es eine routinemäßige Kastration oder eine unvermeidbare Operation ist – wenn deine Katze operiert wird, muss einiges beachtet werden, um für eine schnelle Genesung zu sorgen.

Wir geben dir 12 Tipps, mit denen du deiner Fellnase nach der Operation Gutes tust, damit deine Samtpfote schnell wieder auf die Beine kommt.

Tierarzt um Rat fragen

Der erste Schritt vor oder direkt nach der Operation sollte sein, deinen Tierarzt zu befragen. Dieser wird dir genau sagen können, worauf du achten musst.

Unklarheiten vorher besser notieren

Sicher kennst du das auch: bevor man beim Arzt ist hat man tausende Fragen im Kopf, sobald man dann beim Tierarzt sitzt und Angst um seinen Schmusetiger hat, hat man das Meiste wieder vergessen. Deshalb solltest du dir am besten die Fragen direkt notieren. So vergisst du garantiert nichts mehr! Hier einmal ein paar wichtige Fragen, die du abklären solltest:

  • Wann darf meine Katze wieder essen und trinken?
  • Sollte ich etwas spezielles füttern?
  • Müssen Medikamente oder Schmerzmittel verabreicht werden? Wenn ja – wann und wie oft?
  • Muss ein Trichter getragen werden? Wenn ja – wie lange?
  • Wie lange sollte meine Katze beobachtet werden?
  • Wann müssen die Fäden gezogen werden?
  • Gibt es eine Notfall-Telefonnummer, falls Komplikationen auftreten?

Lieber einmal zu viel Fragen, als einmal zu wenig!

Termin zur Nachkontrolle machen

Wenn du schon beim Tierarzt bist, kannst du auch direkt einen Termin zur Nachkontrolle machen. So kann die Wunde noch einmal kontrolliert werden und Unklarheiten können beseitigt werden.

Katze in Kiste

Transportkiste vorbereiten

Manchmal kommt es bei Katzen nach einer Narkose vor, dass sie während des Heimwegs in die Transportkiste urinieren.

Deshalb solltest du deine Transportbox entsprechend auf die Abholung deines Schmusetigers vorbereiten. Lege dazu am besten ein altes Handtuch oder Küchenpapier in die Transportkiste. So werden Flüssigkeiten aufgenommen und sammeln sich nicht am Boden.

Damit es dein Stubentiger auch schön kuschelig hat, solltest du noch eine kleine, weiche Decke über das Handtuch bzw. das Küchenpapier legen. So hat es deine Katze auch während der Heimreise angenehm weich.

Ruhe ist das A und O

Auch wenn es dir das Herz bricht, wenn es deiner Samtpfote nicht gut geht, solltest du ihr trotzdem genug Ruhe lassen. Permanentes Streicheln und Ansprechen stört die Katze bei der Erholung.

Denk einfach an deine letzte Erkältung oder Grippe zurück. Da wolltest du sicherlich auch schlafen, und nicht ständig gestreichelt oder geweckt werden.

Empfehlenswert ist ein separater, ruhiger, dunkler und warmer Raum ohne laute Geräusche. Trotz allem solltest du deinen Stubentiger gut im Auge behalten und ihm deine Aufmerksamkeit widmen.

Gut erreichbarer, warmer Schlafplatz

Der Schlafplatz deiner operierten Katze sollte warm und kuschelig sein und sich auf dem Boden befinden. Nach einer Narkose ist eine Katze noch angeschlagen und kann durch die Benommenheit und andere Nachwirkungen möglicherweise umfallen. Damit dann nichts passiert, solltest du hohe Schlafplätze vermeiden.

Auch sauber und hygienisch sollte der Schlafplatz sein. In alten Decken sammeln sich mit der Zeit Keime und Bakterien. Wenn diese mit der Wunde in Kontakt kommen, kann sie sich schnell infizieren. Also besser eine saubere, frisch gewaschene Decke nehmen.

Wärme ist sehr wichtig für die Genesung deiner Fellnase und hilft gegen Schmerzen. In Bodennähe ist es meist sehr kühl, sorge deshalb für ausreichend Wärme.

Abhilfe können zum Beispiel Wärmelampen schaffen. Achte aber unbedingt darauf, das es nicht zu warm wird, denn auch das ist für deinen Stubentiger belastend.

Katze springt

Klettern und springen vermeiden

Klettermöglichkeiten sind für eine Katze eine tolle Sache. Eine frisch operierte Katze sollte jedoch weder klettern noch springen, da sie in den ersten Stunden noch benommen sein kann und sich dadurch verletzen kann.

Deshalb ist es ratsam, Kletterturm & Co. für ein paar Tage außerhalb der Reichweite der Samtpfote aufzubewahren. Sonst platzt eine frische Naht im schlimmsten Falle wieder auf.

Futter und Leckerlis verstauen

Je nach Operation kann es vorkommen, dass deine Katze für mehrere Stunden nichts fressen und trinken darf.

Aus diesem Grunde sollten Leckerlis und Futter gut im Schrank verstaut werden, damit sich deine Katze nicht unnötig erbricht und zusätzlich leidet. Manchmal muss die Fütterung einfach warten.

Andere Haustiere und kleine Kinder fernhalten

Katze und Hund nach Operation
Nicht jedes Tier hat Verständnis dafür, dass deine geliebte Katze gerade operiert wurde und jetzt Ruhe braucht. Artgenossen und andere Haustiere sind deshalb möglichst räumlich zu trennen, um Unruhe zu vermeiden.

Ein weiteres Problem ist, dass ein anderes Tier an der Wunde lecken und diese so infizieren könnte. Da hilft dann der beste Trichter nichts!

Gehe lieber auf Nummer sicher und trenne deine Vierbeiner die ersten Tage – ganz egal ob Hunde, Katzen oder Kater.

Freigänger drinnen lassen

Auch wenn Freigänger-Katzen wahrscheinlich das Bedürfnis haben werden, nach draußen zu gehen, ist dies in den ersten Tagen nicht ratsam. In „freier Wildbahn“ ist die Verletzungsgefahr größer und dein Stubentiger soll sich schließlich ausruhen und erholen.

Warte deshalb am besten, bis die Fäden gezogen sind, bis deine Plüschnase wieder Freigang bekommt!

Katze nach Operation betreuen

In Absprache mit deinem Tierarzt kann es durchaus ratsam sein, für ein paar Tage Zuhause bei deiner Katze zu bleiben.

So kannst du immer ein Auge auf deinen Stubentiger haben und beobachten, ob sich dein Stubentiger auffällig verhält. Insbesondere die ersten Stunden nach der Narkose braucht dein Stubentiger viel Aufmerksamkeit.

Wenn Komplikationen auftreten oder die Wunde sich entzündet, dann kannst du sofort handeln.

Alternativen zum Trichter in Erwägung ziehen

Ein Trichter hat durchaus einen Sinn, denn die Katze sollte nicht an der Wunde lecken, kratzen oder knabbern. Viele Katzen stört dies jedoch so sehr, dass zusätzlicher Stress ausgelöst wird und die Stubentiger nicht zur Ruhe kommen.

In solch einem Falle kann es sinnvoll sein, eine Alternative zum klassischen Trichter zu suchen. Inzwischen bieten viele Hersteller angenehmere Alternativen an, wie zum Beispiel:

Auch ein Katzenbody kann helfen. In jedem Fall solltest du dies aber vorher mit deinem Tierarzt besprechen und absegnen lassen.

Wunde täglich kontrollieren

Prüfe am besten täglich, ob die Wunde ordentlich abheilt. Wenn jedoch unangenehmer Geruch im Bereich der Narbe austritt, es anfängt zu eitern oder andere Auffälligkeiten auftreten, dann solltest du schnellstens deinen Tierarzt aufsuchen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Stuhlgang beobachten

Selten kommt es vor, dass Tiere nach einer OP Probleme beim Absetzen von Kot oder Urin haben.

Beobachte das Verhalten deines Stubentigers in den ersten Tagen nach der Operation sicherheitshalber während des Toilettengangs. Wenn deine geliebte Katze sichtlich Schwierigkeiten beim urinieren oder beim Stuhlgang haben sollte, dann kontaktiere deinen Tierarzt. Auch Unsauberkeit kann ein Anzeichen für ein Problem sein.

Zur Nachkontrolle gehen

Auch wenn es deiner Fellnase nach ein paar Tagen augenscheinlich wieder gut geht, so kann eine Kontrolle zur Nachsorge trotzdem nicht schaden.

Schließlich möchtest du, dass dein Stubentiger nach einem solchen Eingriff wieder vollkommen Gesund wird. Wenn der Tierarzt sein OK gibt und alle Fäden gezogen sind, dann habt ihr alles überstanden!

Ich hoffe, es war der eine oder andere Tipp dabei, der dir bei der Pflege deiner Katze nach der Operation hilft.

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