Katzenzähne reinigen – Wie wirds gemacht?

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Zähneputzen ist niemals für die Katz!


Die erste Frage die Ihr euch jetzt sicher stellt ist:„Warum sollte ich meiner Katze die Zähne putzen? Das kann die doch selbst ganz gut!“ Und ja eigentlich habt Ihr da auch recht aber das ist halt nicht immer der Fall. Aus diesem Grund macht es allein schon Sinn die Katze an das Zähneputzen zu gewöhnen, damit man später keine böse Überraschung erleben muss. Ein ungepflegtes Gebiss kann bei Katzen zu schlimmen Folgen führen. Was alles passieren kann und vorallem wie Ihr die Zähne bei euren Katzen putzt will ich euch hier aufzeigen.

Zahnpflege ist auch bei Katzen wichtig

Wie beim Menschen bleiben auch bei der Katze nach dem Fressen Nahrungsreste zwischen den Zähnen kleben. Und ebenso wie beim Menschen sind diese Rückstände der ideale Nährboden für Bakterien. Bakterien zersetzen die Futterreste – und was entsteht? Mundgeruch. Jetzt ist Mundgeruch eine gesundheitlich eher schwache Folge von ungeputzen Zähnen, kann aber die Beziehung zwischen Fellnase und Herrchen oder Frauchen auf eine extrem harte Probe stellen.

Die nächste Stufe ist der Zahnbelag der durch das Zersetzen der Nahrungsreste entsteht. Darauf wiederum reagiert das Zahnfleisch dann mit Entzündungen und es beginnt anzuschwellen.

Die Entzündung ist erst der Anfang

Lässt man seine Katze nun einfach mit einer Zahnfleischentzündung weiter durchs Leben laufen wird es mit der Zeit passieren, dass sich das Zahnfleisch vom Zahn löst. So bildet sich dann zwischen Zahn und Zahnfleisch eine kleine Tasche und in eben dieser bilden sich noch mehr Bakterien. Und dieses Spiel geht immer so weiter bis der Zahn letztendlich ausfällt.

Was kann noch passieren? Direkt auf den Zähnen können sich Beläge aus Mineralstoffen mit dem Speichel der Katze verbinden. Und genau so entsteht dann Zahnstein. Das kann man relativ gut erkennen. Die Zähne sind gelblich bis braun und der Zahnstein sorgt dafür, dass die Entzündung weiter voranschreiten kann. Und jetzt kommt es: Fast 70 Prozent aller Katzen über drei Jahren haben Zahnstein. Woran liegt das? Katzen trinken relativ wenig und so enthält der Speichel ziemlich viele Mineralstoffe.

Deine Katze trinkt doch ziemlich viel? Dann solltest du unseren Beitrag dazu mal anschauen (Hier gehts lang)

Freigänger haben es leichter

Katzen die viel Milch trinken sind anfälliger für Zahnstein. Da sich Freigänger selbst besser mit Wasser versorgen können, sind sie also unempfänglicher für Zahnerkrankungen. Das sich Freigänger auch von Mäusen ernähren, trägt einen weiteren Teil dazu bei. Bekommt eure Hauskatze ausschließlich Nassfutter? Dann gehört sie quasi zur „gefährdeten Gruppe“. Ein nicht unerheblicher Punkt ist auch welche Rasse deine Katze hat. Denn einige Rassen gelten als gefährdeter als andere.

Kauen ist angesagt

Was kann man also tun um dem ganzen Prozess entgegenzuwirken? Es gibt zahlreiche Futtermittel und Leckerlis die dafür sorgen, dass die Zähne sich besser reinigen. Es gibt sogar, und man glaubt es kaum, Zahnpasta für Katzen. Der Unterschied zu herkömmlicher Zahnpasta? Sie ist nicht scharf und sollte auch kein Xylitol enthalten, da dies tödlich für die Katze sein kann. Diese Pasten werden entweder direkt auf das Zahnfleisch gegeben oder mit ins Essen gemischt. Die Putzkörperchen in den Pasten reinigen also quasi die Zähne der Katze schon beim Essen.

Das Problem hier ist der festsitzende Zahnstein, den bekommt man weder mit putzen noch mit Pasten entfernt. Hier hilft nur der Gang zum Tierarzt, meistens wird die Katze dabei dann in Vollnarkose gelegt. Die Katze nicht behandeln lassen ist allerdings gefährlicher als dieser Eingriff. Wenn du einmal im Jahr mit deiner Katze zum Tierarzt gehst wird er dir sagen können ob mit den Zähnen alles in Ordnung ist.

Wie reinige ich denn nun Katzenzähne?

Besuche deinen Tierarzt

Bevor du anfängst an den Zähnen deiner Katze herumzuschrubben solltest du zunächst mal den Tierarzt besuchen. Denn nur hier kann bestätigt werden ob dein Verdacht, dass deine Katze Zahnstein oder Plaque hat, bestätigt werden. Die Beseitigung von Zahnstein sollte in der Tierarztpraxis stattfinden.

Ausserdem kann dein Tierarzt dir sagen ob du deiner Katze die Zähne putzen solltest und welche Produkte dabei besonders geeignet sind.

Tierarzt

Ein Besuch beim Tierarzt ist immer ratsam

Besorg dir das passende Zubehör

Es gibt Zahnbürsten speziell für Katzen. Die sind etwas länger und feiner als Zahnbürsten für Menschen. Ausserdem gibt es auch Aufsätze für die Finger und spezielle Tierische Zahncremes. Normale Zahncreme zu verwenden kann dem Tier schaden, da meist Fluorid enthalten ist. Einige Zooläden bieten besondere Dental Sets für Katzen an.

Geh es langsam an

Zähneputzen muss bei Katzen ebenso wie bei Kleinkindern geübt werden. Sei nicht frustriert wenn es nicht sofort klappt. Die Katze sollte langsam an das Zähneputzen gewöhnt werden und hier wird dir einiges an Geduld abverlangt. Wenn du behutsam an die Sache heran gehst hat deine Katze Zeit sich auf das Zähneputzen einzustellen und es gibt keine bösen Begegnungen mit den Krallen deiner Katze.

  1. Lass deine Katze an der Zahncreme schnuppern
  2. Verteil etwas Zahncreme auf deinem Finger und lass die Katze die Zahncreme ablecken
  3. Übe das länger, bis du die Zahncreme am Zahnfleisch entlang verteilen darfst
  4. Wenn es nicht sofort klappt probier verschiedene Zahncremes aus

Zeig ihr was du da machst

Lass deine Katze die Zahnbürste beschnuppern und sich daran reiben. So besteht die Chance das deine Katze sich mit der Bürste „wohler“ fühlt. Und lass sie die Zahnbürste als ihre markieren. Pro Tag solltest du so 20 Minuten mit der Zahnbürste üben bevor du anfängst damit ihre Zähne zu reinigen. Ganz wichtig: Du hast Zwei, Drei oder mehr Katzen? Jede Katze sollte ihre eigene Zahnbürste haben, eben genau wie beim Menschen.

Zum Schluss

Belohnung ist alles: Wenn du dabei bist deine Katze an die Zahnreinigung zu gewöhnen, dann belohne sie mit Leckerlis, Spielzeug oder Streicheleinheiten. Nur so verliert sie ihr Misstrauen und hat eine positive Erinnerung an die Zahnbürste und an das Zähneputzen.

Wenn du also behutsam und mit Bedacht an die Sache herangehst, dann stehen strahlend weißen Zähnen nichts mehr im Weg.

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